Neues Falldatenblatt „SCHUFA-Auskunft“   Recently updated !


Viele Mandate im Verbraucher-, Datenschutz- und Inkassorecht beginnen mit der SCHUFA-Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO. Das Dokument ist oft viele Seiten lang. Die Einträge stehen als Fließtext untereinander, und wichtige Angaben sind über mehrere Absätze verteilt: Wer hat eine Forderung eingemeldet, ob sie tituliert ist und ob sie erledigt wurde. Mit dem neuen Falldatenblatt SCHUFA-Auskunft bringt j-lawyer.org diese Angaben in eine feste Struktur in der Akte.

Was das Falldatenblatt erfasst

Die Inhalte der Auskunft sind auf sieben Reiter verteilt:

  • Auskunft / Person: Datum und Referenznummer der Datenkopie, SCHUFA-Datensatznummer und die gespeicherten Personendaten. Dazu gehören Name, Geschlecht, Geburtsdatum und -ort, die
    aktuelle Adresse mit Meldequelle und Speicherdatum, frühere Adressen, ein vermerkter Ausweisabgleich und die Daten der Erstinformation nach BDSG bzw. DS-GVO.
  • Verträge: bis zu 8 Verträge oder Konten (Ratenkredit, Rahmenkredit, Kreditkarte, Girokonto, Telekommunikation, Leasing usw.). Zu jedem gibt es Felder für Vertragspartner, Nummer/IBAN,
    Betrag bzw. Limit, Raten, Rückzahlungsbeginn, Speicherdatum und Erledigungsdatum.
  • Zahlungsstörungen: bis zu 5 Zahlungsstörungen oder Abwicklungskonten. Ursprünglicher Gläubiger und einmeldendes Inkassounternehmen bzw. einmeldende Kanzlei werden getrennt erfasst.
    Dazu kommen Aktenzeichen, Betrag, Datum der Titulierung, Status (offen / erledigt / bestritten) und Erledigungsdatum.
  • Öffentliche Verzeichnisse: Eintrag oder Eintragungsanordnung im Schuldnerverzeichnis mit Grund, Datum und Aktenzeichen sowie Angaben zu Insolvenzverfahren und Restschuldbefreiung.
  • Anfragen: bis zu 10 Anfragen von Unternehmen mit Datum, anfragendem Unternehmen, Art der Anfrage (z. B. Bonitätsprüfung, Kreditanfrage, Kreditkonditionsanfrage) und Nummer.
  • Scores: bis zu 6 übermittelte Scores mit Datum, Empfänger, Score-Modell, Scorewert, Ratingstufe, Erfüllungswahrscheinlichkeit und Bedeutung. Außerdem gibt es einen eigenen Bereich für
    den Basisscore zur eigenen Information.
  • Sonstiges / Bewertung: Angaben zum FraudPreCheck und zu Bestätigungen der Adresse sowie Freitextfelder für unzutreffende Einträge, geplante Widersprüche und eigene Notizen.

Übersicht auf einen Blick

Im ersten Reiter fasst eine Übersicht die Auskunft in Kennzahlen zusammen: Zahl der Verträge und davon noch nicht erledigte, Zahl der offenen Zahlungsstörungen mit Summe der offenen Beträge, ob ein Eintrag im Schuldnerverzeichnis besteht, und Zahl der Anfragen. Die Werte werden automatisch neu berechnet, sobald Daten eingegeben, geladen oder per KI übernommen werden. So sieht man schnell, ob die Auskunft kritisch ist und wo man ansetzen sollte.

KI-Extraktion: Auskunft einlesen statt abtippen

Das Falldatenblatt kann Daten per KI übernehmen. Liegt die SCHUFA-Datenkopie als Dokument in der Akte, liest die KI-Funktion die Angaben aus und füllt die Felder automatisch.

Der Prompt ist auf den Aufbau einer SCHUFA-Auskunft zugeschnitten und berücksichtigt die typischen Fallstricke:

  • Referenznummer und SCHUFA-Datensatznummer werden nicht verwechselt.
  • Erledigungsvermerke („… seine Erledigung gefunden hat“) werden dem davor genannten Vertrag bzw. der davor genannten Zahlungsstörung zugeordnet.
  • Bei Formulierungen wie „X für Y“ werden Einmelder und Gläubiger richtig getrennt. Angaben zur Titulierung und zum Status werden über das Aktenzeichen dem passenden Eintrag zugeordnet
    und nicht doppelt angelegt.
  • Anfragen, die im FraudPreCheck-Abschnitt noch einmal auftauchen, werden nicht doppelt übernommen.
  • Auch über mehrere Zeilen umbrochene Zeilen der Score-Tabelle werden richtig gelesen, ebenso Einträge „ohne Score“.
  • Rechtshinweise, Erläuterungen und Steuerzeichen am Seitenrand werden ignoriert.

Danach sollten die Daten kurz geprüft werden. Das Abtippen entfällt aber weitgehend.

Daten weiterverwenden: Platzhalter für Schreiben

Jedes Feld steht wie bei allen Falldatenblättern als Platzhalter mit dem Präfix SCHUFA in Dokumentvorlagen zur Verfügung, auch die Kennzahlen der Übersicht. Damit lassen sich z. B. Löschungs- oder Berichtigungsverlangen an die SCHUFA, Widersprüche gegen einzelne Einträge oder Schreiben an Einmelder direkt aus der Akte erstellen, mit den richtigen Aktenzeichen, Beträgen und Daten.

Verfügbarkeit

Das Falldatenblatt SCHUFA-Auskunft (Version 1.0.0) gibt es ab j-lawyer.org 3.4 und kann wie gewohnt über die Einstellungen im Client installiert werden. Ein Update von Client oder Server ist dafür nicht nötig.

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